200 Jahre Gnadenkapelle 1817 – 2017
21. Januar – 8. Oktober 2017

Das Haus der Mutter – die Bedeutung der Gnadenkapelle

Die Einsiedler Gnadenkapelle ist wie ein kostbarer Schrein, der eine wertvolle Reliquie birgt. Sie ist das Heiligtum Unserer Lieben Frau von Einsiedeln – sie ist das «Haus der Mutter». Hier empfängt Maria all jene, die in ihrer Gegenwart Trost, Stärkung, Hilfe und neue Kraft suchen. Hier zeigt Maria auf Jesus, der in Einsiedeln den Menschen besonders nahe sein will. Die Begegnung mit ihm ist das eigentliche Ziel jeder Wallfahrt.

Das Gnadenbild Unserer Lieben Frau von Einsiedeln, die berühmte «Schwarze Madonna», macht Einsiedeln weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Sie gehört zu den schönsten und bedeutendsten Schwarzen Madonnen und zieht seit Jahrhunderten viele Pilger aus Nah und Fern an. Ihr schwarzes Antlitz verbindet sie mit den Gnadenbildern anderer berühmter Wallfahrtsorte.

Doch auch die Gnadenkapelle spannt einen Bogen zu anderen Marienheiligtümern. Auch Altötting in Bayern, Kevelaer in Nordrhein-Westfalen, Mariazell in Österreich und andere bedeutende Marienwallfahrtsorte besitzen eine Gnadenkapelle.

Neben den traditionsreichen und oft jahrhundertealten Marienwallfahrtsorten mit einer Schwarzen Madonna und/oder einer Gnadenkapelle gibt es zahlreiche jüngere Wallfahrtsorte, die auf eine Erscheinung der Jungfrau Maria zurückgehen.

Die Jungfrau Maria hat bei diesen Erscheinungen nicht nur eine bestimmte Botschaft gebracht, sondern sie bat meist auch um den Bau einer Kapelle, so in La Salette 1846, Lourdes 1848 und Fatima 1917. Bei diesen von der Katholischen Kirche als authentisch anerkannten Marienerscheinungen wünschte die Gottesmutter keine grosse Kirche oder gar eine Kathedrale, sondern eine schlichte Kapelle! Man kann diesen Sachverhalt vielleicht so deuten: Die Jungfrau Maria scheint eine Vorliebe für das Einfache, Schlichte und Persönliche zu haben.

Diese Einfachheit und Schlichtheit lassen sich an der Einsiedler Gnadenkapelle nicht mehr so leicht entdecken, denn die Liebe und Verehrung für die Muttergottes durch die Mönche und zahllosen Pilgerinnen und Pilger haben im Laufe der Zeit aus einer einfachen Kapelle ein wahres Schmuckstück gemacht. Im Innern der Gnadenkapelle glänzt seit 1817 der kostbare Stuckmarmor und das Auge wird beinahe geblendet vom goldenen Wolkenkranz, der das Gnadenbild umgibt. Maria empfängt den Pilger, der die Kapelle betritt, als kostbar gekleidete Himmelskönigin mit Krone und Zepter.

Bei allem äusseren Schmuck und der barocken Inszenierung des Gnadenbildes: Wenn man das Antlitz der Muttergottes aus der Nähe betrachtet, erahnt man immer noch etwas vom einfachen Mädchen aus Nazareth, das Gott erwählt hat, die Mutter seines Sohnes zu werden.

Man kann Maria und ihrem Sohn besonders nahe sein bei einer der täglichen Eucharistiefeiern in der Gnadenkapelle (die sog. Kapellmessen), wenn die Kapelle für Mitfeiernde offen ist. Am Nachmittag ist die Gnadenkapelle in der Regel täglich (ausser am Freitag) zwischen 13.30 und 16.00 Uhr für das stille Gebet der Pilger geöffnet. Nutzen Sie diese Gelegenheiten, um der Muttergottes nahe zu sein und ihren mütterlichen Blick auf sich ruhen zu lassen. In der Gnadenkapelle kann man neue Kraft schöpfen und eine Geborgenheit erfahren, die nur eine gute Mutter schenken kann.

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